Kawasakis Neuheiten

Green Machine(s)

Ein weiterer japanischer Motorradhersteller gibt einen Ausblick auf das Modelljahr 2008: Kawasaki zeigt Überarbeitungen und Neuheiten.

Nach Honda gewährt nun ein weiterer japanischer Motorradhersteller einen Ausblick auf das Modelljahr 2008: Kawasaki wird in den drei unterschiedlichsten Motorradbereichen überarbeitete und abgewandelte Versionen sowie Neuheiten auf den Markt bringen. 

Ninja, noch durchtrainierter

Zu den facegelifteten Modellen gehört das Supersport-Flaggschiff Ninja ZX-10 R, das in der 2008er-Auflage neue Dimensionen erreichen soll. Nach Herstellerangaben wurde das Fahrwerk weiterentwickelt und trägt zu einem verbesserten Handling bei. Der Fahrer soll nun ein klares Feedback von der Maschine bekommen, so dass noch mehr Grenzbereiche erfahren werden können.

Auch der Motor der Supersportlerin wurde optimiert, speziell im hohen Drehzahlbereich. Zwar wurden noch keine Leistungsdaten bekannt gegeben, aber die 129 kW/175 PS und das maximale Drehmoment von 115 Nm bei 9 500 U/min des 2006er-Motors dürften dabei nicht unterschritten werden.

Cruising klassisch

Dem Cruiser-Boliden VN 2000 stellen die Japaner eine « Classic »-Version zur Seite. Angetrieben wird auch die VN 2000 Classic vom weltgrößten V2-Motor mit seinem 2.053 ccm Hubraum, der nun durch technische Modifikationen die Abgasnorm Euro 3 einhält. 

Optisch unterscheidet sich die neue Version von der Schwester durch einige Verfeinerungen, wobei die wesentlichste Differenz der klassisch geformte Chromscheinwerfer bildet, der bei der VN 2000 mit der oberen Gabelabdeckung eine Einheit bildet.

Leichter, schneller, stärker: KLX 450 R

Nach der ersten Präsentation auf der Intermot 2006 kommt 2008 endlich die laut Hersteller leichteste, schnellste und stärkste Enduro ihrer Klasse zu den Händlern. Die KLX 450 R eignet sich daher für harte Offroad-Rennen. Die wichtigsten Teile der Geländemaschine mit Straßenzulassung wie etwa der Motor und die Bremsanlage stammen aus der Motocrosser KX 450 F.

Der einzylindrige Antrieb wurde für die Enduro auf ein maximales Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen hin optimiert und an das spezielle Fünfganggetriebe mit weiter Spreizung der Gänge angepasst. Allerdings wird die Enduro per Elektrostarter gestartet. Freilich ist die KLX 450 R auch abseits des Geländes einsetzbar, vor allem wegen ihrer Sitzbank, die breiter als bei der KX 450 F ausgefallen ist und dadurch mehr Komfort bietet.

Honda lüftet den Schleier: Drei neue Motorradmodelle in Paris vorgestellt

Flüchtig betrachtet unterscheidet sich die neue CBF kaum von dem bekannten Modell. Erst bei genauerem Hinsehen fallen die Unterschiede auf. Dazu gehört nicht nur das sportlichere Design des Mittelklasse-Bikes im Vergleich zur Vorgängerin und der Motor auf Basis des CBR 600 RR-Antriebs, sondern auch der leichtere Rahmen aus Aluminiumdruckguss. Der 599 ccm große Reihenvierzylindermotor leistet 57 kW/78 PS bei 10 500 U/min und das maximale Drehmoment von 59 Nm liegt bei 8 250 Tourenan.

Gerade das potentere Triebwerk, der leichtere Rahmen oder die verstellbare Federung dürften den Fahrspaß steigern – die kommende CBF soll damit deutlich mehr Fahrer ansprechen. Bekannte Details wie die schlanken Proportionen oder die verstellbare Sitzposition runden das ausgewogene Konzept der CBF ab. Und wie bisher schon üblich, hat der Kunde auch künftig die Auswahlmöglichkeit zwischen einer halbverkleideten und einer nackten Variante.

Diese Wahl besteht zwar bei der neuen Fireblade nicht, doch fällt ihre Verkleidung ohnehin recht zierlich aus. Anstatt den Motor des sportlichen Bikes großflächig vor Blicken zu schützen, schmiegt sich Verkleidung wie ein knapp geschnittener Bikini um das Triebwerk und gewährt mit den Ausschnitten den Blick auf Teile des Kurbelgehäuses. Mit ihrer nahezu filigranen Form erinnert die Fireblade eher an ein Moto-GP Bike als an ein Straßenfahrzeug.

Um das Handling der ‘Feuerklinge’ zu verbessern, wurde das Gewicht durch ein verbessertes Fertigungsverfahren von Rahmen-, Motor- und Chassiskomponenten auf fahrfertige 199 Kilogramm gesenkt. Der japanische Hersteller will künftig bei Gewichtsangaben stets die für Kunden interessanten Werte des vollgetankten Fahrzeugs angeben statt das weniger aussagekräftige Trockengewicht. Eine vorbildliche Idee, die hoffentlich Schule machen wird. Die Leistung der Fireblade wird mit 131 kW/178 PS bei 12 000 U/minangegeben. Das maximale Drehmoment von 114 Nm liegt bei 8 500 Touren an.

Nicht ganz so potent tritt die neue Transalp auf den Plan, der als besonderen Design-Gimmick eine pfiffige Grafik auf den Seitenverkleidungen spendiert wurde. Die Zeichnung orientiert sich an einer GPS-Anzeige und zeigt die Koordinaten des Col de la Bonette in den französischen Alpen an, dem höchsten auf einer für Motorräder zugelassenen Straße erreichbaren Berggipfel in Europa.

Doch nicht nur optisch, sondern auch technisch kommt das deutlich aufgefrischte 2008er-Modell daher. Optional bietet Honda das Combinded-ABS-Bremssystem an, für den Antrieb ist der erst kürzlich für die Deauville überarbeitete V2 mit 680 ccm zuständig, der in der Spitzenleistung ein wenig eingebremst wurde und nun 44 kW/60 PS bei 7 750 U/min leistet. Das maximale Drehmoment des Vierventilers sank ebenfalls leicht auf 60 Nm bei 6 000 U/min. Für die neue Transalp, die künftig als ‘Adventure-Sports-Enduro’ an den Start gehen wird, dürfte das jedoch genug sein.